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Quelle Medizin News von blogg.de
Komplett abgetrennte Hand wieder angenäht OP dauerte zehn Stunden
JENA - Glück im Unglück hatte ein 25-jähriger Metallbauer aus Thüringen: Bei einem Arbeitsunfall hat ihm eine Maschine die linke Hand völlig abgetrennt. Das Glück daran: der schwere Unfall passierte in der Nähe der Universitätsklinik Jena, in die der Verletzte auch gebracht wurde. So konnten die Spezialisten des Funktionsbereiches für Hand- und Mikrochirurgie unter ihrem Oberarzt Dr. Reinhard Friedel "innerhalb der ersten drei Stunden mit der Replantation beginnen und so die Hand retten. Alle Strukturen der vollständig abgetrennten Hand mussten im sensiblen Bereich des Handgelenks wieder verbunden und zum Teil rekonstruiert werden" berichtet Friedel. Die sehr seltene Operation, die zehn Stunden dauerte, war nicht zuletzt deshalb aufwändig, weil die Hand nicht mit einem sauberen Schnitt abgetrennt wurde, sondern teils auch noch verletzt war. Der Patient sei nach der Operation wohlauf und die Ärzte hoffen, dass sie nicht nur die Hand erhalten konnten, sondern auch ihre gesamte Funktionalität. „Die Reaktion ist bisher sehr gut, völlige Sicherheit über den Erfolg der Operation werden wir allerdings erst in einigen Tagen haben" so der Oberarzt. Ob der Patient die Hand auch wieder uneingeschränkt wird benutzen können, könne allerdings erst in einigen Jahren beurteilt werden, teilte die Klinik der Presse mit.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Kann die Darmflora von Babys beeinflusst werden? Starke Veränderung der Darmflora durch Milch, Erbsen und Antibiotika.
KÖLN - Eine Studie von einem Team um Ruth Ley von der US-amerikanischen Cornell University, die einen kleinen Jungen von der Geburt bis zum Alter von zweieinhalb Jahren begleitete, konnte zeigen, wie sich die Darmflora in diesem Zeitraum veränderte. Sie legt zudem die Vermutung nahe, dass die Darmflora in dieser Zeit eventuell doch noch beeinflussbar ist. In der Stillzeit gewannen Bakterien die Oberhand, die Milchzucker abbauende Gene enthielten, später nach der Nahrungsumstellung solche, die für den Abbau von Stärke verantwortlich sind. Die größten Veränderungen der Darmflora gab es nach der Zugabe von Säuglingsnahrung auf Milchbasis, Erbsen und einer Antibiotika-Therapie wegen einer Ohrenentzündung. Ley geht davon aus, dass im Untersuchungszeitraum die Zusammensetzung der Baby-Darmflora noch beeinflussbar sei. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Schlaganfall-Behandlung auch ohne Lyse? In Japan wurde der erste Schlaganfall-Patient minimal-chirurgisch behandelt.
KÖLN - Immer mehr Schlaganfall-Zentren setzen bei Schlaganfallpatienten, die mit einer gerinnsel-auflösenden Therapie (Lyse) nicht behandelt werden dürfen oder nicht ansprechen auf eine mechanische Beseitigung der Gefäßverstopfung in der Arterie selbst. In einer Pressemitteilung aus Japan heißt es dazu: "Concentric Medical mit Firmensitz in Mountain View, Kalifornien ... fertigt und vermarktet Produktlösungen zur Behandlung des ischämischen Schlaganfalls in Form von minimal-invasiven Instrumenten. Diese werden ins Gehirn eingebracht, um den Blutfluss durch die Beseitigung von Blutgerinnseln, die für einen ischämischen Schlaganfall ursächlich verantwortlich sind, wiederherzustellen. Die Instrumente von Concentric Medical stehen in über 500 führenden Schlaganfall-Zentren weltweit zur Verfügung und wurden mehreren klinischen Studien unterzogen ... Schlaganfälle sind in Industrieländern die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für schwere dauerhafte Behinderungen. Der ischämische Schlaganfall macht über 85 % aller Schlaganfälle aus und tritt auf, wenn sich in einer der Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen, eine Verstopfung oder ein Gerinnsel bildet. Im Jahr 2004 gab die FDA den Merci Retriever(R) von Concentric Medical zum Einsatz bei Patienten frei, die für eine intravenöse Behandlung mit dem Gewebe-Plasminogen-Aktivator (tPA) nicht in Betracht kommen oder auf eine solche intravenöse tPA-Therapie nicht ansprechen. Diese bahnbrechende Lösung hat zu einer Abkehr von den bisherigen Therapieverfahren für Schlaganfall-Patienten geführt und somit Ärzten wie Patienten eine seit Langem erwartete Möglichkeit zur Behandlung von Schlaganfällen eröffnet."
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Migräne-Patienten haben dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko Migräne ist offenbar mit erhöhtem Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt assoziiert.
KÖLN - Die Migräne ist eine neurologische (Gefäß-?)Erkrankung, die durch einen anfallsartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet ist, der oft von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit oder Geräuschempfindlichkeit begleitet wird. In Deutschland sind mehr Frauen als Männer betroffen. Die Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis" berichtete im Jahre 2008 von einer Studie der Harvard Medical School, in der Daten von insgesamt 28.000 Teilnehmer/innen ausgewertet wurden. 13 Prozent der Teilnehmer litten regelmäßig an Migräne. Fünf Prozent der Betroffenen hatten mindestens eine Migräne-Attacke pro Woche. Die Untersuchung zeigte eindeutig: wer wöchentlich mindestens einmal unter Migräne-Kopfschmerz leidet, hat ein dreifach höheres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Patientinnen mit weniger häufigen Attacken laufen hingegen Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Mikronadel- Pflaster schützen bei Impfungen vor Injektionsinfektionen In ärmeren Ländern werden zu Impfungen Spritzen häufig mehrfach angewandt, so dass es bei den oft lebensrettenden Injektionen zu tödlichen Folgen durch Infektionen kommen kann.
KÖLN – Durch Mehrfachanwendungen von Spritzen kann es bei Impfungen zu tödlichen Infektionen wie HIV oder Hepatitis kommen. Wissenschaftler entwickeln nun Mikronadelpflaster, die Impfstoffe über sich auflösende Nadeln direkt in die Haut einschleusen. Nachdem der Impfstoff abgegeben wurde, kann das Pflaster einfach wieder entfernt werden. Bisher wurde diese Impftechnik an Mäusen getestet. Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass es bei Grippeimpfungen schon nach einmaliger Immunisierung zu einem besseren Impfschutz kam, als bei der herkömmlichen Imfpfung mittels Spritzen. Die Wissenschaftler des Georgia Institutes of Technology in Atlanta rund um um Sean Sullivan veröffentlichten in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Nature Medicine", dass Mikropflaster auch bei eventuell ausbrechenden Pandemien von großem Nutzen für die Bevölkerung sein könnten. So könnten auch Menschen ohne medizinische Grundkenntnisse, die Impfung durch Mikropflaster auch selbstständig bei sich durchführen. Bislang ist das Mikronadelpflaster erst hinsichtlich eines Grippeimpfstoffes getestet worden. Weitere Studien hinsichtlich der Evidenz stehen noch aus.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
AIDS-Therapie kann Ansteckungsgefahr verringern Therapie soll deshalb früher beginnen.
WIEN - Noch bis Freitag findet in Wien die XVIII. Internationale AIDS Konferenz statt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)schätzt, dass die Zahl von HIV-Infizierten Menschen, die eine medikamentöse Therapie erhalten im letzten Jahr um ungefähr 1,2 Millionen gestiegen ist. Eine Therapie soll bislang eingeleitet werden, wenn eine bestimmte Zellgruppe, die CD4-Zellen, auf Werte unter 200 Zellen pro Kubikmillimeter Blut absinken. Die WHO fordert nun, dass eine Therapie bereits bei CD4-Zahlen von 350/mm3 begonnen werden soll. Damit kann zum einen der Verlauf der Krankheit bei den Betroffenen abgemildert werden. Allerdings zeigen Zahlen aus Kanada, dass eine frühzeitige und konsequente Therapie sich auch positiv auf die Zahl der Neuinfektion auswirken kann. Julio Montaner und sein Team aus Vancouver konnten zeigen dass, ein Therapiebeginn schon bei höheren CD-Zellen-Zahlen einen Rückgang der Neudiagnosen um 23 Prozent auslöste. Die entsprechende Studie wurde jetzt im Lancet veröffentlicht. Schon im Jahr 2008 hat die Eidgenossenschaftliche Kommission für Aidsfragen (EKAF)eine damals umstrittene Erklärung veröffentlicht, die im Kern lautete, dass HIV-Infizierte, die eine konsequent eingehaltene, regelmäßig ärztlich kontrollierte, antivirale Therapie erhalten und deren Virenanzahl im Blut für mindestens sechs Monate unter der Nachweisgrenze liegt, praktisch keine Überträger für HIV mehr seien
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Kinder sind ängstlich vor Operationen Die meisten Kinder reagieren ängstlich, wenn ihnen eine Operation bevorsteht.
KÖLN - Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) weist daraufhin, dass Kinder vor Operationen besonders ängstlich sind. Laut Onlinemagazin des Deutschen Ärzteblatts erklärte der Kinderanästhesist Andreas Machotta vom Sophia Children’s Hospital in Rotterdam: „Diese Angst-Situation kann zu Verweigerung und aggressivem Verhalten während der Einleitung führen“. Um so wichtiger ist die Aufklärung der Kinder vor der OP. Dazu können kindgerechte Informationsmaterialien, wie zum Beispiel Broschüren, die den Eltern an die Hand gegeben werden können, eine gute Hilfe sein. Ein operativer Eingriff kann bei Kindern zu starker Verunsicherung, bis hin zu Traumata führen. Laut DGAI werden bei stärksten Stress- und Angstreaktionen auch bei Kindern zur Verhinderung traumatischer Verarbeitung der Operation eingesetzt. Der Kinderanästhesist Machotta erklärt: „Angstlösende Arzneien senken Stress und minimieren nachweislich das Risiko für Probleme nach dem Eingriff.“
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Vorsicht bei Medikamentendosierung mit Tee- oder Esslöffeln Küchenbesteck ist zur exakten Medikamentendosierung ungeeignet.
KÖLN – Laut einer kürzlich veröffentlichen Studie im International Journal of Clinical Practice, unter der Leitung von Matthew Falagas vom Alfa Institute of Biomedical Sciences in Athen, sind Tee- und Kaffeelöffel zur genauen Medikamentendosierung (bei Suspensionen oder Tropfen zum Beispiel) nicht geeignet. Messlöffel, die bei den Medikamenten dabei sind, gehen im Haushalt anscheinend häufiger verloren, so dass dann im Haushalt zu Küchenbesteck als Maaseinheiten verwandt werden. Das Füllvolumen schwankte laut Studie etwa um den Faktor drei. Falagas empfiehlt zur exakten Dosierung lieber zu Kunststoffspritzen zu greifen, die günstig in Apotheken erhältlich sind. In der Studie wurde übrigens eher über- als unterdosiert, wenn statt Messlöffel zum Tee- oder Kaffeelöffel gegriffen wurde.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Völlig neuer Entzündungshemmer entwickelt Der so genannte Signal Transduction Modulator soll gegen Hautentzündungen wirken.
KÖLN - An der Entwicklung und Vermarktung des so genannten Signal Transduction Modulators (STM) sind zwei Firmen aus den USA und Japan beteiligt. In einer Pressemitteilung heißt es: "Signum Biosciences kündigte an, dass ihr Partner, die Rohto Pharmaceutical Co., Ltd. das Präparat AFC Medirepair(R) zusammen mit Signums Präparat Arazine(TM) (n-Acetylen-s-Farnsylcystein oder AFC) in Japan herausgebracht hat ... Arazine(TM) ist ein Signal Transduction Modulator (STM) mit entzündungshemmenden Eigenschaften, der für eine lokale Hautbehandlung entwickelt wurde. STMs blockieren Entzündungen und die neutrophile Infiltration chronischer Rötungen, Akne, Hautirritationen und anderer Hautzustände, indem G-Protein Signal-Transduktionspfade moduliert werden. Sie fungieren auch als Antioxidantien, um freie Radikale zu neutralisieren und um UV-Schäden, der Zelldegeneration und der Produktion von Chemikalien vorzubeugen, welche weitere Schäden verursachen." Ob sich der gewünschte Nutzen des völlig neu entwickelten Präparates tatsächlich einstellt, bleibt abzuwarten bzw. wird die Zukunft zeigen.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Unter der Hitze leiden nicht nur Alte und Kranke! Neben der UV- Strahlung belastet auch der Flüssigkeits- und Elektrolytmangel.
KÖLN - Hitze macht vor allem Herz-Kreislauf-Kranken und Diabetikern zu schaffen. Aber auch für Gesunde gelten Vorsichtsmaßnahmen. Täglich drei Liter Flüssigkeit, am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees sollten Minimum sein. Beim Schwitzen können schnell mehrere Liter Flüssigkeit und Elektrolyte verloren gehen. Kinder und ältere Menschen sind bezüglich der Austrocknung besonders gefährdet. Da beim Schwitzen Kochsalz, Magnesium und Elektrolyte dem Körper entzogen werden, ist es wichtig, diese zu ersetzen, beispielsweise durch eine Bouillon oder isotonische Getränke. Alkoholische Getränke und Kaffee in größeren Mengen sollten gemieden werden, da sie harntreibend sind und dem Körper zusätzlich Flüssigkeit entzogen wird. Durch die Hitzeperiode steigen auch die Ozonwerte. Um dem Kreislauf nicht zusätzlich zu schädigen, sollte man Sport und andere körperliche Aktivitäten möglichst vermeiden oder auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Um UV-Strahlung und Sonnenbrand zu vermeiden, ist es ratsam, zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne völlig zu meiden. Im Freien sollte man sich vormittags und abends nur eingecremt aufhalten, mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15.
Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
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